Freitag, 13. Oktober 2006

Ich lebe noch.

Irgendwie ist das ganze blogding anstrengend Aber einen link krieg ich immer noch hin.

http://swapatorium.blogspot.com/2004/11/height-of-bad-fashion.html

Donnerstag, 10. August 2006

Nigel Reblochon Food-Gott ist im Netz

Paulsen hat schon darauf aufmerksam gemacht aber hier nochmal für alle die es interessiert.

http://antsinp.antville.org/stories/1445855/#1448621

Nigel Reblochon ist nach langer Zeit wieder aufgetaucht. Besucht ihn unter

http://www.nigelreblochon.com

Es lohnt.

Dienstag, 4. Juli 2006

Die Passig hat mir die Idee geklaut, damals beim Machtclub.

Die Kunst des Erfrierens

Es stimmt. Das Leben zieht wie ein Film am geistigen Auge vorbei, kurz bevor es zu Ende ist.

Das stellst du mit einem gewissen Maß an Befriedigung fest, während du in einem Knäuel aus Metall, Blut, Fell, Schnee und deiner eigenen voll–geschissenen Hose die Böschung herunterstürzt. Die Geburt deines kleinen Bruders, der Tag an dem dein Vater ging, ohne wieder zu kommen, der erste Schneemann, deine Einschulung, dieses Gefühl sterben zu wollen als Birgit Henning beim Flaschendrehen sagt sie werde dich auf keinen Fall küssen, Omas Beerdigung. Und dann kurz vor deinem 17. Geburtstag reißt der Film deiner Erinnerungen, einen Tag vor deinem ersten Mal, und dein Gesicht landet mit einem dumpfen Geräusch im meterhohen Schnee.

Als du erwachst rinnt von deiner Schläfe ein wenig Blut und färbt den Schnee rosa. Du gräbst dich ein wenig heraus, nicht weit nur soweit es geht, denn dein Becken ist zerschmettert, deine Beine gehorchen deinen Befehlen nicht, bleiben regungslos, nutzlos. Einige Schritte vor dir, wenn du sie denn machen könntest, liegt der Hirsch. Er hat einen zweimal um sich selbst gedrehten Hals, die blaue Zunge liegt schlaff auf dem kalten Weiß, eine etwa armlange Wunde lässt seine dampfenden Eingeweide aus der Bauchhöhle auf den Schnee quellen. Sein Blick ist starr, seine Augen auf deine gerichtet. Der Mond strahlt in voller Größe, erleuchtet die Nacht wie ein natürliches Flutlicht.

Zu deiner Linken liegt ein ein Meter langes Stück verbogenes Metall, das Stück Leitplanke, welches die ihm zugedachte Aufgabe leider nicht zu deiner vollständigen Zufriedenheit erfüllen konnte. Wenige Meter dahinter beginnt der Hügel, oberhalb davon liegt die Straße. Einige Kilometer in westlicher Richtung, befindet sich dein Haus. Irgendwo ist dein Jeep, du hörst den Schnee der am heißen Auspuff zischt, irgendwo ist auch die Fahrertür des Wagens, die abgeflogen ist im Taumel, und dich freiließ in die Kälte.

Im Wagen liegt dein Handy, im festen Griff der Freisprechanlage gefangen, dieses Ding könnte deine Rettung sein, ist aber nichts mehr als ein nutzloses Stück Technik.

Es wird dir klar dass du hier sterben wirst. Die Temperaturanzeige zeigte minus 19 Grad an, als dein Auto die Strasse unfreiwillig verließ. Es ist fast Mitternacht, die Strasse zu deinem Haus wird kaum befahren, vor allem nicht nachts, und zuhause wartet niemand auf dich, seit sie gegangen ist, mit deinem Sohn und deiner Hoffnung.

Du hast dir gerade zum zweiten Mal in die Hosen gepisst, drückst den letzten Tropfen Urin heraus, hoffst dass die Wärme dich rüber retten kann, bis jemand vorbei fährt oben, und die Verwüstung und das Hirschblut sieht, dich hier weg holt. Morgen ist Mittwoch, da kommt die Post, Mittwoch und Freitag, kommt sie, es ist nicht solange hin.

Das Problem mit dem Erfrieren ist dass der Film deines Lebens nicht chronologisch abläuft, das Sterben geht zu langsam, lässt dir Zeit deine Gedanken hinein zu bauen, Schnitte zu machen. Der Film springt hin und her, vor und zurück. Mehr defekte DVD als Zelluloid. Und anstatt Bilder deines Urlaubs mit ihr, an deinem Geburtstag, siehst du den Postboten an deiner Tür, der dich daran erinnert, die nächste Woche doch bitte selbst die Post im Ort zu holen, er führe mit der Liebsten nach Djerba, und seit die Kürzungen stattgefunden haben na ja, wird es leider keine Urlaubsvertretung geben. Das war gerade erst letzten Freitag.


Die Kante der Leitplanke ist scharf und rau. Wie ein Messer mit einer Sägeklinge. Du schiebst dein Handgelenk auf dieser Klinge hin und her, dein blaues Handgelenk, darüber ist deine blaue Hand mit den blauen Fingern. Blau wie die Zunge des Hirschs. Doch bevor du dein eigenes Fleisch durchschneiden kannst ziehst du zurück Nein, das bist du nicht, du bist kein Selbstmörder, hast doch auch die Tabletten in den Müll geschmissen anstatt sie herunterzuspülen mit dem restlichen Wodka, nachdem du ihren Brief gefunden hattest. Und dann bist du in den Garten gegangen, hast einen Tag unter dem Baum gesessen und geheult.
Irgendwann nachdem deine Blase und deine Tränendrüsen leer sind, beginnst du den Tod zu begrüßen. Du wirst ihn empfangen wie einen alten Freund, einen Studienkollegen, dem du zwar nicht viel zu sagen hast, dessen Erscheinen dich aber freut, trotz der Distanz die, die Zeit zwischen euch aufgebaut hat.
Du ziehst deine Jacke und Pullover aus. Streifst dein T-Shirt über den Kopf, und legst deinen nackten Oberkörper in den Schnee. Deine Mütze hängt im Geweih deines stillen Begleiters, du hattest nur einen Wurf, daneben, und jetzt starrt dich der Hirsch immer noch an. Hinter der Mütze geht langsam die Sonne auf.
Den ganzen Tag über ist es nicht wärmer geworden, trotz der Sonne die unerbittlich in deine Augen brannte, du schließt die Lider, der Film ruckelt wieder.

Mit zwölf hast du endlich den Freischwimmer. Deine Wohnung in Chicago, der Urlaub in Florida, der Mückenstich der sich an deinem 5-Jährigen Knie entzündet hat. Eure Hochzeit, der erste Streit mit ihr, dein Schokohasen den du immer per Post von der Oma gekriegt hast. Die Nutte in Paris als du 19 warst, der Ekel als du das erste Mal Seeigel isst, genau einen Tag später und denkst so hätte sie geschmeckt wenn sie dich gelassen hätte. Das Gesicht deines Bruders als er beim Rodeln die unteren Schneidezähne durch seine Lippe rammt, die überfahrene weiße Katze. Dein Sohn.


Du blickst über deinen Oberkörper, siehst den langen Schatten des Geweihs den die tief liegende Sonne auf den Schnee wirft. Dein Brustkorb hat die Farbe des Mittelmeers. Sie springt in der Brandung auf und ab, lacht winkt dir zu. Dir ist heiß, der Sand brennt unter dir, du würdest deine Hose ausziehen wenn du könntest und zu ihr ins Wasser gehen, aber der Schmerz ist real, viel realer als die Welt um dich herum. Ihr geht ins Hotelzimmer, Du streichelst ihr Bein mit deiner Hand, es glänzt vor Hitze und Schweiß wie ein Stück Stahl. Sie ist jetzt vor dir, du liegst auf dem Bett, im riesigen schneeweißen Laken, nackt. Ihre Haare gleiten an deinen Beinen auf und ab, sie schaut dich an, nimmt dich in den Mund, du verschwindest in ihrem Lächeln.


Und jetzt rollt der Film endlich weiter, das ganze Leben, alles nacheinander, wie es sich gehört. Läuft immer schneller, holt dich ein, und während im Film dein Auto schon die Böschung runter kracht denkst du immer noch an sie. Und die letzte Einstellung zeigt wie deine Zunge an einem Stück Leitplanke leckt, an ihrem heißen Bein, kurz oberhalb ihres Knies und dann für immer da bleibt.

Dienstag, 27. Juni 2006

?

Ich habe einfach keine ZEIT.

DAHER NUR EIN KURZES fragen in den LUFTLEEREN raum der meinen BLOG UMGIBT.

Ist das Wort STARKREGEN eigentlich eine neue Erfindung?

Für meteorologische AUFKLÄRUNG SAG ICH SCHON JETZT DANKE.

umschalttaste IST Im ARSCH.

Dienstag, 6. Juni 2006

Ich werde gewinnen!

Malcolm bei esib (link rechts) hat zum Wettbewerb mit dem Bildblog Schlagzeilomat aufgerufen. Der Preis ist ja sowas von meins.

Schlagzeilomat

Mittwoch, 31. Mai 2006

Reizdarm.

Ich lebe ein ruhiges Leben. Ich habe drei Kinder, zwei davon habe ich sogar selbst gezeugt, eine wunderbare Partnerin und ein nettes Heim. Ich habe minimale Schulden und wenig Erspartes.

Doch ab und an nimmt mein beschauliches Dasein eine ungeahnte Wendung, ein nicht vorgesehener Schlenker auf der sonst so geraden Strasse meines Lebens taucht auf dem Horizont auf. Und blitzschnell ist meine Weltsicht vollkommen neu ausgerichtet.

So wie letzte Woche. Da war ich zu Gast auf dem:

Ersten Wurstfestival des Nordens.

Wurst ohne Ende, quasi.

Auf einer langen Tafel sind an die hundert Würste dekorativ zu sehen, alle im Naturdarm, auf Stroh gebttet, umgeben von freilichtmuseumsartigen antiken Wurstpressen.
Davor stehen Menschen deren Leben Wurst ist. Breite Männer mit hochroten Gesichtern. Männer die sonst schon morgens um 5 ihre Hände in Blut stecken oder Brät in Därme stopfen. Sie riechen nach Aquavit und staunen über die Pracht ihrer Zunft. Bartels nimmt Clausen in den Arm (was in anderen Kreisen wie leichte Körperverletzung anmuten würde) und drückt Clausens Schulter ganz fest an sich ran.

Bartels: "Nee, ist das nich' was?", eine Träne entweicht seinen roten Augen.

Clausen:"Ja, nich, oder?"

Sie sind Männer weniger Worte, verstehen sich trotzdem. Sie greifen beide gleichzeitig zur Digiknipse um die Würste zu fotografieren, den gleichen Ausdruck von Freude im Gesicht wie ein verklemmter Buchhalter, der auf einer Erotikmesse die Möpse von Gina Wild für immer auf seine Memory Card bannen darf.

An den Tischen, die in der ehemaligen Reithalle des Schlosses Wotersen aufgebaut sind, wird Wurst verkostet. Ich weiß nicht wie viele es sind, hundert, vielleicht zweihundert. An den Tischen sind Menschen die aussehen als ob Sie sonst im Kernkraftwerk oder bei DESY arbeiten, adrett gekleidet mit kleinen Clipboards in der Hand. Nur das kleine Zeichen auf ihren makellos gebügelten Kitteln verrät wer diese Menschen sind. Die 2 schweinchen-rosafarbigen "f"s des Fleischerfachverbandes prangen da, darunter der Name des Verkosters.

Müller, Bartels, Clausen, Meier. Es sind sehr viele anwesend. Sie sind alle ernsthaft bei der Sache, schneiden auf, streichen Mett glatt, riechen Knacker, drücken Därme.

"Schau mal, die quillt."
"Büschen grau, aber gute Nase."
" Nö, aber nöö. Schade."
"Das geht, ja gaanich."

Die fragliche Wurst ist eine Dithmarscher Eierleberwurst. Ja. Eier. Der Laie (ich) beugt sich zu den Testern:

"Darf ich auch, bitte?" Trotz Kittellosigkeit wird mir eine Scheibe gereicht. Dazu Erkärungen.

"Wird eigentlich warm gegessen. Kommt aus Dithmarschen, kannte ich vorher auch nich. Und?"

Ein fettige Schicht füllt meinen Mundraum aus. Der Geschmack der wohl Eier sein soll erinnert mich an meine Kindheit, da habe ich mal einen Streichholzkopf geleckt. Die Fettschicht rutscht jetzt in meinen Schlund der Schwefelgeschmack nimmt zu und dann ist es vorbei. Die Geschmackssensation die ich erhofft hatte war es nicht. So in etwa stelle ich mir kasachische Margarine vor, weshalb auch immer.

"Und?"

"Interresant. Gibt es noch Aquavit?"

"Guter Junge."

Freitag, 5. Mai 2006

Affirmationen die die Welt nicht braucht.

Feeel better?

Habe zum Thema selbst was gebastelt. Drag and drop für deine Dosis Optimismus.

affirmation

Freitag, 28. April 2006

Straff.

Heute morgen habe ich versehentlich das hautstraffende Duschgel meiner Freundin benutzt. Jetzt sind meine Brustwarzen da, wo meine Achselhöhlen waren.

Sachen gibt's.

stechuhr

Online seit 7182 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 10. Jul, 12:18

gegenwärtiger arbeitszustand

Du bist nicht angemeldet.

angedockt

Ich dank recht schön!...
Ich dank recht schön! Übrigens der nachträgliche Jungesellen-Abend...
Herr Paulsen - 10. Jul, 12:18
fotos.
Ich glaube, bar jeder wissenschaftlichen Begründung,...
andropovs onkel - 9. Jul, 15:11
Da rechts.
Neben dem schiefen Mülleimer geht es runter zum Strand....
andropovs onkel - 8. Jun, 00:42
Spanien
...oder zumindest der Teil in dem ich mich gerade befinde,...
andropovs onkel - 7. Jun, 23:54

zulieferer

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
Creative Commons License

xml version of this page

twoday.net AGB


Dunstkreis
fotografische Berichterstattung
Generelles
History of me.
kleine Hafenarbeiter
Kochen
spam in africa
Stoeckchen
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren